Sonntag, 27. Juli 2008

#12

Hiho everybody,
heute war mal wieder ein absoluter Sporttag:
Tour de France Einzelzeitfahren, FC Bayern gegen FC Köln und eigentlich auch Dortmund gegen Inter Mailand. Leider wurde letzteres auf Sonntag verschoben, weil der Platz unbespielbar war.
Das Bayernspiel war der absolute Langweiler. Zwar hatten wir ein paar ganz nette Chance, aber das reicht noch nicht um den Aufsteiger aus Köln zu schlagen. Noch sind's 2 Wochen, aber es muss sich noch was tun.
Aber ich würde um diese Uhrzeit ja nicht posten wenn es nicht noch ein Review zu schreiben gäbe. Heute:

Jerry MaGuire



Regie: Cameron Crowe

Darsteller: Tom Cruise ("Jerry MaGuire"), Renée Zellweger ("Dorothy Boyd"), Cuba Gooding Jr. ("Rod Tidwell"), Jay Mohr ("Bob Sugar")

Plot: Jerry MaGuire hat das perfekte Leben. Er ist Mitte 30, ist der erfolgreichste Sportagent in seiner Firma, eine Verlobte und alle mögen ihn. Doch dann unterhält er sich im Krankenhaus mit dem kleinen Sohn einer seiner Klienten, dessen Vater zum vierten Mal wegen einer Verletzung im Krankenhaus liegt. Der Junge fragt ihn wann jemand seinem Vater sagt, dass er aufhören soll, worauf Jerry antwortet, dass niemand seinen Vater stoppen kann. Die Reaktion des Kleinen ist aber nicht die erhoffte, denn es ist ein simples: "Fuck you!"
Daraufhin schreibt Jerry in der Nacht eine Art Offenbarungsroman in der er das sagt was alle denken, sich aber nicht wagen zu sagen. Dieses Manuskript lässt er kopieren und verteilt sie in der ganzen Firma. Eine Woche später wird er von seinem Zögling in der Firma, Bob Sugar, rausgeworfen. Als Jerry versucht seine Mandanten zum mitgehen zu überzeugen fällt er erneut auf die Schnauze, denn bis auf den Footballspieler Rod Tidwell will keiner mit ihm die Firma verlassen. Auch von den Angestellten will keiner mit ihm mit. Nur Dorothy, eine Buchhalterin, geht mit ihm mit. Sie wurde von seinem Text inspiriert und hat sich auch ein bisschen in Jerry verguckt. Als dann immer weniger in Jerrys Leben gelingen will, kommen er und Dorothy sich näher. Jerry ist der erste Mann in ihrem Leben den ihr kleiner Sohn Ray auf Anhieb mag. Die beiden verlieben sich in einander, aber es ist ein holpriger Weg für die beiden, denn die Geschäfte laufen immer schlechter und Dorothy will einen Job in San Diego annehmen, da Jerry sie nicht mehr bezahlen kann....

Review: "Jerry MaGuire" ist kein Sportfilm. Es ist ein Film über einen Sportagenten, der die Methoden und die Distanz in seinem Job nicht mehr ertragen kann und möchte. Der Sport steht in diesem Film im Hintergrund. Viel mehr geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, sowohl Liebesbeziehungen als auch Freundschaften, die durch eine unbarmherzige Businesswelt immer wieder auf die Probe gestellt werden. Diese Tatsache macht den Film aus. Auch wenn Tom Cruise mittlerweile eher für Action und Scientology steht, zeigt er in diesem Film, dass er auch gefühlsbetonte Rollen spielen kann. Und das sogar sehr gut.
Auch zeigt mir der Film nocheinmal warum ich Renée Zellweger mag: 1996 wirkte sie noch sehr viel ungekünstelter als heute und war einfach ein zarte Schönheit. Heute weiß ich nicht mehr genau was ich von Miss Zellweger halten soll. Nach "Cold Mountain" hat sie mir in keiner Rolle mehr gefallen. Eigentlich schade.
Der einzige treue Klient von Jerry, Rod, wir von einem überzeugend komischen Cuba Gooding Jr. gespielt, für den diese Rolle wie die Faust aufs Auge passt und genau dafür gab es auch einen Oscar als bester Nebendarsteller. Schade das er nach "Hinter dem Horizont" mehr auf die Eddie Murphy-Schiene gemacht hat und sich fast nur noch auf mittelmäßige Komödien fokusiert.
Auch die anderen 4 Nominierungen (u.a. für Tom Cruise) sind durchaus berechtigt.
Alles in allem hat Cameron Crowe mit "Jerry MaGuire" einen Film abgeliefert, den jeder Sportfan oder Fan einer mehr oder weniger tragischen Liebesgeschichte mal gesehen haben sollte.

7,9 von 10 "Für mich zum Schotter"-Schreien

Das war's für heute. Wenn ich morgen Lust habe, werde ich eine Zusammenfassung des BVB-Spiels schreiben oder des Rückspiels vom VFB gegen Ramenskoje.
Bis dahin,
Gute Nacht.

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