Aber first things first:
Von Barack Obamas Rede heute war ich weniger beeindruckt. Das übliche Gerede um die Massen auf die eigene Seite zu bewegen. Naja, was soll man machen, das ist es eben was die Leute hören wollen.
Aber eine gute Nachricht gibt es zu vermelden: Ich habe eine neue Tastatur und die funktioniert wirklich perfekt. So schnell hab ich vorher noch nicht geschrieben. Perfekt!
Leider nicht ganz so perfekt war der Auftritt meiner Bayern gestern Abend gegen den BVB. Man merkte doch, dass die halbe Mannschaft erst vor kurzem ins Training eingestiegen ist. Naja, das wird am Samstag gegen den Aufsteiger aus Köln bestimmt schon um einiges besser aussehen.
Mehmet Ekici und Toni Kroos haben mir aber sehr gut gefallen, ebenso wie Tim Borowski.
Aber nun zum angekündigten Review des Tages:
Across the Universe

Regie: Julie Taymor
Darsteller: Jim Sturgess ("Jude Feeny"), Evan Rachel Wood ("Lucy Carrigan"), Joe Anderson ("Maxwell Carrigan")
Plot: Der Zeichenkünstler Jude Feeny will raus aus Liverpool. Nicht weil es ihm dort zu langweilig wäre, oder weil er die Leute nicht mag, sondern weil er in den USA nach seinem Vater suchen will, der im zweiten Weltkrieg mit Judes Mutter ein Verhältnis hatte. Er findet seinen Vater an der Princeton University wo er als Hausmeister arbeitet. Hier trifft er auf Max, der zwar aus gutem Hause stammt, aber eigentlich gar keine Lust hat aufs Studieren. Da Jude allein ist und sein Vater sich nicht wirklich um ihn kümmert nimmt Max ihn an Thanksgiving mit zu sich nach Hause. Dort lernt Jude Max' Schwester Lucy kennen, die noch an der High School ist und deren Freund im Krieg in Vietnam kämpft. Jude verliebt sich sofort in Lucy, aber da Max von der Uni weg will und seinen Eltern das nicht gefällt fahren die beiden nach New York um dort ein neues Leben anzufangen. Dort kommen sie bei der Sängerin Sadie unter. In die WG ziehen auch nach und nach der schwarze Gitarrist Jo-Jo und die Asiatin Prudence ein. Zusammen erleben sie die Endsechziger in vollen Zügen. Auch Lucy kommt nach New York, da sie ihre Sommerferien vor dem College nicht mit ihren Eltern in Europa verbringen möchte. Kurz vor ihrer Abreise erfährt sie, dass ihr Freund im Krieg gefallen ist. In New York angekommen, verliebt sie sich sehr schnell in Jude und gerät ebenfalls in die WG-Clique. Zusammen reisen sie im Drogenrausch durchs Land, bis auch Max von Uncle Sam eingezogen wird und ebenfalls nach Vietnam muss. Und auch die Beziehung von Jude und Lucy beginnt langsam zu bröckeln....
Review: Lange habe ich mich auf "Across the Universe" gefreut, es aber dann aus Zeitnot und Faulheit lange nicht geschafft den Film zu gucken. Leider.
Von Beginn an verliebt man sich sofort in den Film und in dessen Musik. Aus Geldnot wurden die Beatlesklassiker von den Darstellern selbst eingesungen, da die Lizenzen für die Originale zu teuer waren. Hier muss man sagen, dass alle Schauspieler Gesangstechnisch sehr gut bis überragend (hier ist vor allem Jim Sturgess zu nennen). Leider muss ich aber eine kleine Einschränkung machen und sagen, dass mir die Interpretationen der Beatles-Songs bei "Ich bin Sam" noch ein bisschen besser gefallen haben. Nichtsdestoweniger verschmelzen Musik und Handlung immer mehr zu einer perfekten Harmonie, die von den teilweise überstrahlenden Bildern noch unterstützt wird. In einer Szene kreiert der völlig wütende Jude zum Beispiel mehrere Kunstwerke aus zermatschten und zerquetschten Erdbeeren. Währenddessen läuft im Hintergrund seine Version von "Strawberry Fields Forever" und man sieht Bilder von Max im Vietnam die über Jude's Wutanfall gelegt werden.
Visuell ist der Film gleichzeitig eine Herausforderung und ein Genuss für den Zuschauer. Auf der einen Seite ist es gewöhnungsbedürftig sich an alle im Film benutzten Filter zu gewöhnen, auf der anderen Seite wirken gerade diese Stilmittel hervorragend und heben den Film auf ein noch höheres Level.
Es gibt wirklich wenige Filme die mich zu Tränen gerührt oder sogar zum Weinen gebracht haben (hier zu nennen wären "Garden State", "Big Fish", "Mathilde"), aber "Across the Universe" schafft dies sogar an mehreren Stellen, was mich den Film noch mehr genießen und fühlen lässt.
Abschließen möchte ich mit einem Zitat von Roger Ebert, der dem Film **** von **** gegeben hat: "It's the kind of movie you watch again, like listening to a favorite album."
8,8 von 10 singenden Schauspielern
That's all folks!
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